Aktuelles

08. August 2018

Neuer Artikel in der Zeitschrift „Grundwasser“ zum Nitratabbau

Über die Untersuchungen im Auftrag des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) zum Nitratabbau im Grundwasser in Sachsen-Anhalt wird im Heft 4 des Jahrgangs 2018 der Zeitschrift Grundwasser ein Fachbeitrag von Stephan Hannappel, Claudia Köpp und Elzbieta Rejman-Rasinska erscheinen. Der Beitrag wurde seitens des Redaktionsausschusses der nach Begutachtung durch zwei unabhängige Gutachter (peer-Review) angenommen und erscheint demnächst auch online unter: https://link.springer.com/journal/767

03. August 2018

In Rathenow wirkt sich die Dürre auch auf das Grundwasser aus…

Wegen der Trockenheit ist auch der Grundwasserpegel rund um Rathenow erheblich gefallen. Geht das so weiter, könnten historische Tiefstände erreicht werden. Die Trinkwasserversorgung gefährdet das nicht“…so berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ nach einem Interview mit Stephan Hannappel. Nachlesen können Sie das hier (PDF) oder unter:

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Rathenow/Grundwasser-Gutachter-zieht-erste-Bilanz

Die in den vergangenen Jahren oft bestehenden hohen Grundwasserstände haben sich also gerade in das Gegenteil gedreht, werden jedoch weiterhin in dem Projekt detailliert beobachtet, um dadurch möglichst verschiedene hydrologische Szenarien abdecken zu können.

01. August 2018

Neuer Kollege zur Verstärkung des Teams

M.Sc. Alexander Strom verstärkt unser Team seit dem 01.08.2018 (s. auch Team). Er hat Hydrogeologie an der Technischen Universität Berlin studiert und in den vergangenen zwei Jahren bereits berufliche Erfahrungen in der Wissenschaft und Praxis in Ingenieurbüros gesammelt. Innerhalb unserer Expert*innen wird Herr Strom vor allem für die hydrologische Modellierung von Niederschlags- und Abflussprozessen tätig sein und dabei auch seine Programmierkenntnisse (z. B. Python) gewinnbringend einfließen lassen.

25. Juli 2018

HYDOR wird Firmenmitglied in der „Arbeitsgemeinschaft Der Arendsee“

Im Anschluss an die Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft trat die HYDOR Consult GmbH dem Verein, der sich an der Schnittstelle der Wissensvermittlung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit sieht, als konstitutionelles Mitglied bei. Wir möchten damit die Ziele des Vereines hinsichtlich der Bemühungen zur notwendigen Sanierung des Arendsees unterstützen und werden über weitere Neuigkeiten im Zusammenhang mit der beantragten Sanierungsvariante mit Polyaluminiumchlorid informieren.

15. Juli 2018

Fachlicher Disput in der HyWa zum Arendsee

Kolleg*innen vom Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie der Humboldt-Universität in Berlin haben in der August-Ausgabe der Zeitschrift „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“ (HyWa) eine fachliche Entgegnung zu unserem Artikel in der Januar-Ausgabe der HyWa (s. u.) veröffentlicht. Die sachlich gehaltene Ausführung wurde uns von der Redaktion vorab in fairer Weise zur Verfügung gestellt, so dass wir Gelegenheit zur Stellungnahme hatten. Einigkeit besteht in der Bewertung des kritischen Zustandes des Arendsees hinsichtlich der Nährstoffkonzentrationen und damit der Gefahr der Algenblüte. Der Dissens bezieht sich auf die geohydraulische Bewertung des zuströmenden Grundwassers in Ufernähe in den Seekörper, zu dem wir anhand unserer detaillierten Felduntersuchungen in 2015 zu einem anderen Ergebnis als die IGB-Expert*innen gekommen waren. Wir nehmen die Meldung als Anlass, um in einem gemeinsamen Fachgespräch diese Fragen weiter zu diskutieren und damit zum Erkenntniszugewinn der Ursachen der externen Belastung des Arendsees durch mit dem Grundwasser zugeführten Nährstoffe beitragen zu können.

Sie finden die beiden (nicht online verfügbaren Beiträge) hier.

10. Juni 2018

Bericht an den LHW Sachsen-Anhalt online: Charakterisierung der Milieubedingungen im „Grundwasser als Voraussetzung für die Quantifizierung des Nitratabbauvermögens in Sachsen-Anhalt.“

Die in 2017 im Auftrag des LHW durchgeführten Untersuchungen zum Nitratabbau an den Landesmessstellen stehen nunmehr in Berichtsform online auf der Seite des LHW komplett zum download zur Verfügung.

Sie dokumentieren die aktuell verfügbaren Möglichkeiten zur Identifizierung der Prozesse im Grundwasser mithilfe hydrochemischer Daten und werden in 2018 durch darauf aufbauende Analysen zum bereits in der Vergangenheit abgelaufenen Prozessen im Grundwasser (sog. N2/Ar-Messungen zur analytischen Bestimmung des N2-Exzess) fortgeführt.

15. Mai 2018

Vortrag von Stephan Hannappel zur Modellierung des Nitratabbaus in der ungesättigten Zone

Auf dem Fachgespräch "Nährstoffe" der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) am 05. April 2018 in Bernburg) berichteten Stephan Hannappel und Rickmann Michel über im Jahr 2017 im Auftrag der LLG durchgeführte Untersuchungen zur:

„Modellierung der Sickerwassermengen und Nitratverlagerung sowie Beurteilung des Verlagerungs- und Abbauverhaltens für Nitrat in der ungesättigten Zone von Schwarzerden“

Sie finden die Folien des Vortrages hier.

11. Mai 2018

Vortrag von Stephan Hannappel auf der Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft "Der Arendsee" am 23. Juni 2016 in Arendsee (Altmark)

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft „Der Arendsee“ wird Stephan Hannappel über den Stand der aktuellen Forschung zu den Quellen der hohen Phosphorbelastung des Grundwassers und daraus abzuleitende Maßnahmen sprechen. Dabei wird er die Forschungsergebnisse im Auftrag der LAF, die in u. g. Artikel ausführlich beschrieben sind, der Bevölkerung und allen Interessierten verständlich erklären.

02. Mai 2018

Bericht an den LHW Sachsen-Anhalt online: Geogene Hintergrundwerte für das Grundwasser in Sachsen-Anhalt und Ableitung von Schwellenwerten

Ziel des in 2017 durch unser Haus realisierten Projektes ist die Ausweisung von geogenen Hintergrundwerten und Schwellenwerten für das Grundwasser des Landes Sachsen-Anhalts bei Berücksichtigung der landesspezifischen Besonderheiten hinsichtlich hydrogeologischer Kriterien sowie einer aktualisierten, auf die Besonderheiten Sachsen-Anhalts angepassten Methode bei Berücksichtigung der 2013 neu angepassten Hydrogeologischen Bezugseinheiten (BZE). Die Ergebnisdarstellung soll sowohl auf Ebene der BZE als auch auf Ebene der Grundwasserkörper zur Berücksichtigung bei der WRRL- Zustandsbestimmung erfolgen.

Hier https://lhw.sachsen-anhalt.de/untersuchen-bewerten/weitere-themen/geogene-hintergrundkonzentrationen/ kann der komplette Bericht herunterladen werden.

13. April 2018

Veranstaltung "Grundwassermonitoring und -probennahme 2018" vom 27.09. - 29.09.2018 in Torgau (Schloß Hartenfels)

Stephan Hannappel wird über das Thema „Leitfaden zur Anwendung von Qualitätsanforderungen an Grundwasserstands- und -gutemessstellen (WRRL) in NRW“ sprechen und dabei über die Ergebnisse des Projektes im Auftrag des LANUV NRW berichten.

Es handelt sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, der Sächsischen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft, dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt, dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt, dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ Leipzig / Halle, dem Landesamt für Umwelt Brandenburg, der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt.

01. Februar 2018

Neue Veröffentlichung in der HyWa zum Arendsee

Im Arendsee in der Altmark im Norden von Sachsen-Anhalt sind seit vielen Jahren die Phosphor-Konzentrationen sehr hoch und gefährden das ökologische Potenzial sowie die touristische Nutzung des Sees. Er steht über seine gesamte Tiefe bis 50 Meter im uneingeschränkten hydraulischen Wasseraustausch mit dem Grundwasser aus dem etwa 31 km² großen unterirdischen Einzugsgebiet. Das Grundwasser strömt im Süden in den See und verlässt es nach etwa 61 Jahren Verweilzeit im Norden wieder. Die hohe chemische Belastung des Arendsees mit Phosphor (2015 im Jahresmittel 183 μg/l TP) resultiert aus historischen Einträgen überlängere Zeiträume. Ursächliche Quelle des Eintrages war immer häusliches Abwasser, das aus Klärgruben, Abwasserverregnungsflächen oder Stapelteichen emittierte und dann über primär oberirdische Eintragspfade nach unterschiedlich langen Verweilzeiten ohne wesentlichen Stoffabbau stets den Arendsee erreicht hatte. Die bisher bekannte und im Vergleich mit Literaturangaben extrem hohe Phosphor-Belastung des oberflächennahen Grundwassers im südlichen Zustrom zum Arendsee (bis 5 mg/l o-PO4-P) unter dem Stadtzentrum konnte klar bestätigt werden. Zusätzlich wurde mit Sedimentanalysen des Aquifers eine noch höhere Belastung im Feststoff konstatiert, die aufgrund der Retardation des Phosphors im Korngerüst vermutlich zu einer noch viele Jahrzehnte anhaltenden Belastung des Grundwassers im Abstrom der aktuellen Fahne unter dem Stadtgebiet von Arendsee führt. Wesentliches Ergebnis der Untersuchungen von HYDOR sind aktuell deutlich niedrigere externe Phosphorfrachten im Vergleich zum früheren Kenntnisstand, die den Arendsee über verschiedene Umweltmedien (atmosphärischer Eintrag, Gänse, oberirdische Gewässer, Grundwasser und sonstige Quellen) erreichen.

Der Artikel findet sich unter:

http://www.hywa-online.de/aufklaerung-der-ursachen-zur-phosphorbelastung-des-oberflaechennahen-grundwassers-im-hydraulischen-zustrom-zum-arendsee-in-der-altmark/

29. Januar 2018

Neues Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes

Veränderungen der Wasseraufnahme und -speicherung landwirtschaftlicher Böden und Auswirkungen auf das Überflutungsrisiko durch zunehmende Stark- und Dauerregenereignisse

Zusammen mit weiteren Partnern (ramboll und IfÖL Kassel) bearbeiten wir in den nächsten beiden Jahren für das UBA dieses aktuelle und anspruchsvolle Thema. Ziel ist es, die Bedeutung und den Beitrag landwirtschaftlicher Bodennutzung für den Wasserhaushalt besser beurteilen zu können und damit zu einer stärkeren Beachtung der technischen und ökonomischen Handlungsmöglichkeiten beizutragen. Dazu zählen u.a. die Förderung bestimmter Bewirtschaftungsformen zur Optimierung des Wasseraufnahmevermögens, die Schaffung von Anreizen zum Einsatz geeigneter Verfahren zur Förderung der Bodenstabilität (Bodenschutz und Hochwasserschutz) sowie die Berechnung von Kompensationsleistungen als Ausgleich für den Verlust von Wasserspeichervermögen infolge von Bebauung. Es sollen Empfehlungen für die Einführung effektiver Bodenschutzmaßnahmen und Begünstigung angepasster Bewirtschaftungsformen als Grundlage politischen Handelns

23. Januar 2018

Internetportal "Tierarzneimittel und Umwelt" online erreichbar

Die Ergebnisse des unter Mitarbeit von HYDOR abgeschlossenen Projektes finden sich hier:

https://www.umweltbundesamt.de/tierarzneimittel

Über 150 Arzneimittelwirkstoffe wurden bisher in der Umwelt in Deutschland nachgewiesen. Einige werden bei Menschen ebenso wie bei Haus- und Nutztieren eingesetzt, weshalb nicht immer unterschieden werden kann, von welcher Anwendung die in der Umwelt gefundenen Wirkstoffe stammen. Tierarzneimittel können Auswirkungen auf die natürliche Umwelt haben, z.B. auf Pflanzen und Tiere. Die Risiken sind aufgrund der derzeitig lückenhaften Kenntnislage schwer abschätzbar. Landwirtinnen und Landwirte können helfen Umwelteinträge zu vermindern Diese Broschüre wendet sich an Landwirtinnen und -wirte. Sie informiert darüber, wie Tierarzneimittel in die Umwelt gelangen und erläutert deren Umweltauswirkungen. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Umweltaspekte bei der Anwendung von Tierarzneimitteln und der Verwendung von tierarzneimittelhaltigen Düngemitteln berücksichtigt werden können. Besondere Bedeutung haben vorsorgende Gesundheitsmaßnahmen. Denn Tierarzneimittel, die gar nicht erst verabreicht werden müssen, können auch nicht die Umwelt belasten.

Die zum Portal gehörigen Kurzbroschüren für Landwirte und Tierärzte finden sich hier: https://www.umweltbundesamt.de/broschueren?parent=60682

15. Januar 2018

Vortrag von Sophie Borrmann auf der FH-DGGV-Tagung am 22. März 2018 in Bochum

Zum im Jahr 2017 abgeschlossenen Projekt im Auftrag des LHW Sachsen-Anhalt spricht Frau Borrmann auf der Tagung mit folgendem Thema:

Ermittlung geogener Hintergrundwerte für das Grundwasser in hydrogeologischen Bezugseinheiten Sachsen-Anhalts und Ableitung von Schwellenwerten pro Grundwasserkörper nach GrundwV

Auf folgender Seite ist das Programm der Tagung abrufbar:

http://www.bayceer.uni-bayreuth.de/FH-DGGV-2018/de/prog/bayconf/programm.php

Die Kurzfassung des Programms wird im Tagungsband abgedruckt und den Teilnehmern der Tagung anschließend zur Verfügung stehen.

22. Dezember 2017

Vernässungsprobleme in Brandenburg: Naturschutz contra Bürgerinitiative

Neues Projekt: „Hydrologie Rathenow - Datenerhebung sowie Ableitung und Bewertung von Maßnahmen zur Stärkung der Regulationsfähigkeit des Landschaftswasserhaushaltes im Gebiet Rathenow zur Vermeidung oder Verminderung künftiger Vernässungen durch extreme Niederschlagsereignisse

Im Auftrag der Stadt Rathenow sollen im Ergebnis von Monitoringmaßnahmen Konzepte zu entwickeln und zu begründen, die geeignet sind, die Regulationsfähigkeit des Landschaftswasserhaushaltes im Gebiet Rathenow zu verbessern und künftige Vernässungen durch extreme Niederschlagsereignisse oder Hochwässer zu vermeiden oder zu vermindern. Dabei sind alle berechtigten Nutzungsinteressen im Gebiet zu berücksichtigen, wie beispielsweise Mensch und Siedlung, Hochwasserschutz (HW 100, HGW 100), Schifffahrt und Tourismus, Naturschutz sowie Land- und Forstwirtschaft. Zu prüfen und zu bewerten sind insbesondere Art und Umfang der gegenwärtigen und künftigen Gewässerunterhaltung, Stauziele und Stauregime von Gewässern, Maßnahmen des Gewässerausbaus wie Erweiterung oder Stilllegung von Fließgewässern, Um-, Rück- oder Neubau von Querbauwerken sowie Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit. Dabei ist auch zu prüfen, welchen Einfluss reduzierte oder unterlassende Unterhaltungsmaßnahmen an Gräben auf die Grundwasserverhältnisse im Stadtgebiet von Rathenow haben.

01. Dezember 2017

HYDOR ist Begleitgutachter im Wasserrechtsverfahren des OOW für das Wasserwerk Großenkneten in den Landkreisen Cloppenburg und Oldenburg in Niedersachsen

Bundesweit sorgen fallende Grundwasserstände für Diskussionen. So auch in Großenkneten. Doch was sind die Ursachen? Welche Faktoren wirken sich auf den Grundwasserkörper einer Region aus? Und welche Rolle spielt dabei die Trinkwasserversorgung? Wir nehmen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Der OOWV hat deshalb einen Runden Tisch ins Leben gerufen und alle Interessierten aufgerufen, daran mitzuwirken. Das Ziel: In einem fachlichen Dialog sollen Antworten und mögliche Lösungen entwickelt werden. Dazu ist HYDOR im Auftrag der Gemeinde Emstek als unabhängiger sog. „Begleitgutachter“ tätig und wird den Teilnehmern des Runden Tisches sowie den Moderatoren als fachlicher Berater zur Verfügung stehen. Hier finden Sie dazu jederzeit aktuelle Informationen:

http://www.oowv.de/runder-tisch-grossenkneten/

14. September 2017

17. Altlastentag Hannover – Vortrag von Claudia Köpp zu Tierarzneimitteln im Grundwasser

Der Altlastentag Hannover ist ein Forum für Boden- und Grundwasserschutz und dient traditionell der Kommunikation zwischen Fachleuten aus Verwaltung, Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Das wichtigste Ziel der Veranstaltung ist ein engeres Zusammenwirken der verschiedenen Institutionen und Unternehmen, um den Schutz der natürlichen Ressourcen auf der kommunalen Ebene spürbar zu verbessern. Es werden Erfahrungen in der Anwendung von Verfahren und Methoden ausgetauscht, Entwicklungen und Forschungsergebnisse vorgestellt und deren Bedeutung für die Praxis einer Kommunalverwaltung diskutiert. Durch Gespräche in den Workshops und in der Fachausstellung ergeben sich gemeinsame Interessenschwerpunkte, die zu konkreten Projekten oder anderen Formen der Zusammenarbeit führen können.

Auf dem Altlastentag 2016 wurde der Eintrag von Pestiziden in Böden und Grundwasser bereits intensiv diskutiert auch mit dem Wunsch, das Thema weiterführend zu behandeln. Daher werden in diesem Workshop Belastungen für die Schutzgüter Boden und Grundwasser durch Nitrat und andere Spurenstoffe (u. a. Tierarzneimittel, Metabolite, Schwermetalle) auf Grundlage bereits vorhandener Untersuchungsprogramme diskutiert sowie Eintragsquellen durch Düngemittel und weitere Materialien bewertet. Darauf aufbauend sollen Erfahrungen mit Minderungskonzepten und – maßnahmen aus dem Vollzug zusammengetragen und ausgetauscht werden.

Frau Köpp berichtete über die Ergebnisse des Projektes im Auftrag des NLWKN zur Aufklärung der Funde von Tierarzneimitteln im Grundwasser. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.altlastentag.de/workshops/

23. August 2017

Neues Projekt im Auftrag des Umweltbundesamtes: Entwicklung praxisrelevanter Risikominderungsmaßnahmen und einer guten fachlichen Anwendung für Stallinsektizide (PT 18) und Stalldesinfektionsmittel (PT03) für den Umweltbereich

Zusammen mit weiteren Partnern (ramboll und TiHo Hannover) bearbeiten wir in den nächsten drei Jahren für das UBA ein Projekt mit aktuell brisantem Bezug (Fipronil in Eiern). Der Einsatz von Biozid-Produkten der Produktarten (PT1) 18 (Insektizide, Akarizide und Produkte gegen andere Arthropoden), 14 (Rodentiziden) und 03 (Biozid-Produkte zur Hygiene im  Veterinärbereich) in der Nutztierhaltung ist notwendig, um den Keimdruck und damit die Wahrscheinlichkeit des Ausbruchs von hochansteckenden Tierseuchen, Zoonosen und anderen Infektionskrankheiten in Ställen möglichst gering zu halten. Er ist entsprechend gesetzlich vorgeschrieben. Bei den eingesetzten Substanzen handelt es sich i.d.R. um Biozide, die nicht nur die gewünschten Effekte auf die Schadorganismen im Stall (z.B. krankheitsübertragende Arthropoden, pathogene Mikroorganismen, Nagetiere) hervorrufen, sondern auch sog. Nicht-Zielorganismen in der Umwelt schädigen können, wenn sie bzw. ihre Rückstände in die Umwelt eingetragen werden.

Um praxistaugliche RMM für Produkte zur „Stalldesinfektion“ (PT03) und für „Stallinsektizide“ (PT18) zu entwickeln und für Produkte mit entsprechenden unannehmbaren Risiken für die Umwelt anwenden zu können, ist die Kenntnis der landwirtschaftlichen Praxis sowie der geltenden (unter-) gesetzlichen Vorgaben in der Nutztierhaltung unabdingbar. Die entwickelten RMMs und GfA sollen anschließend auf EU-Ebene abgestimmt werden und dann möglichst in allen Mitgliedsstaaten Anwendung finden.

Im August fand dazu das Auftaktgespräch in Dessau statt. Wir werden Sie über den weiteren Fortgang auf dem Laufenden halten.

22. Juni 2017

22. Grundwasser-Workshop des NLWKN am 21. Juni 2017 in Cloppenburg: Tagungsbericht

Die Nährstoff-Problematik im Grundwasser stand im Mittelpunkt des 22. Grundwasser-Workshops in der Stadthalle in Cloppenburg. Mehr als 200 Experten waren erneut zu dieser vom niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) jährlich in der organisatorisch bewährten veranstalteten Tagung gekommen.

Als Hauptursache der Verunreinigung des Grundwassers durch Nährstoffe gilt die diffuse Belastung aus der Landbewirtschaftung, das stelle gleich zu Beginn der Veranstaltung Staatssekretärin Almut Kottwitz aus dem Umweltministerium in Hannover unmissverständlich klar. Sie betonte insbesondere, dass der natürliche Nitratabbau aufgrund seiner Endlichkeit nicht überstrapaziert werden dürfe und der flächendeckende Grundwasserschutz im Fokus der Anstrengungen aller Beteiligter stehen müsse.

Einleitend stellte Dr. Rüdiger Wolter vom Umweltbundesamt den Nitratbericht 2016 ausführlich vor. Aus ihm geht hervor, dass die Nitratgehalte im Grundwasser weiterhin auf einem sehr hohen Niveau sind, 36 % aller Grundwasserkörper wurden 2015 als „im schlechten“ Zustand nach WRRL eingestuft. So sind aktuell also die Ziele der EG-WRRL in Niedersachsen in absehbarer Zeit nicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass es ohne den vielerorts stattfindenden Nitratabbau zu einer wesentlich höheren Nitratbelastung des Grundwassers kommen würde. Daher sind Erkenntnisse zum Nitratabbau im Grundwasser für die Wasserwirtschaft von großer Bedeutung. Die aktuellen Ergebnisse einer landesweiten Untersuchung zum Nitratabbau wurden von Torsten Hartung vom NLWKN vorgestellt.

Auch wenn der 4. Nährstoffbericht, welcher von Herrn Wilkens von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorgestellt wurde, einen leichten Rückgang der Nährstoffüberschüsse feststellt, besteht nach einhelliger Expertenmeinung weiterhin ein gravierendes Mengen- und Verteilproblem. Hier bedarf es weiterer gemeinsamer Anstrengungen der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft, um fachlich fundierte Lösungsstrategien zu entwickeln und möglichst zeitnah umzusetzen.

Anschließend standen aktuelle Projekte zur Wirtschaftsdüngerproblematik im Fokus des Interesses. Das Verbundprojekt zum Wirtschaftsdüngermanagement in Niedersachsen soll hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Herr Franz-Josef Jansen-Minssen von der LWK stellte es vor und Herr Dr. Knut Meyer vom LBEG Niedersachsen erläuterte die Anforderungen dazu aus wasserwirtschaftlicher Sicht. Eine gewässerschonende Verteilung unter Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Anforderungen und den Neuerungen im Düngerecht ist dabei entscheidend. Von Bedeutung für die Umwelt und insbesondere für die Gewässer sind auch Rückstände in Wirtschaftsdüngern, wie z. B. Antibiotika. Sie bilden den thematischen Schwerpunkt eines gerade begonnenen Projektes zur Erarbeitung von Qualitätsstandards in Wirtschaftsdüngern, das von Professor Kreuzig von der TU Braunschweig vorgestellt wurde.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion erörterten Vertreter aus Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, wie die neuen Erkenntnisse und die gesetzlichen Vorgaben im Sinne des Gewässerschutzes genutzt werden können. Erörtert wurde die Frage, welche Strategien entwickelt werden muss, um die Nährstoffüberschüsse in den Griff zu bekommen und welche Schritte hierzu kurz- und mittelfristig erforderlich sind. Ferner wurde erörtert, welchen Beitrag die neue Düngegesetzgebung zum Gewässerschutz leisten kann und welche Anpassungen bei den derzeitigen Gewässerschutz­maßnahmen erfolgen sollten. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die bisherigen Anstrengungen nicht ausreichen. Aus dem Publikum gab es seitens der Landwirtschaft zudem sehr kritische Wortmeldungen hinsichtlich der Verträglichkeit der Maßnahmen auch mit sozialen Aspekten des Berufsstandes. Es gibt also noch viel zu tun! Die Vorträge der Referenten stehen zum download zur Verfügung.

12. Mai 2017

Nationale Studie zum Schutz der deutschen Küstengewässer durch dänisches Consulting-Unternehmen beauftragt

In einer Arbeitsgemeinschaft mit Ecologic gGmbH wurde durch das dänische Unternehmen COWI A/S eine vergleichende Studie zum Schutz der Küstengewässer im Zusammenhang mit den Aufgaben der WRRL beauftragt: Comparative analysis EU-member states marine environmental effort in regard to implementation of the water framework directive. Aufgabe unserer ARGE ist es, für die deutschen Flusseinzugsgebiete der Nordsee und der Ostsee die in den Managementplänen dokumentierten Konzepte zur dringend notwendigen Reduzierung der Nährstoffbelastung (vor allem Stickstoff) der Küstengewässer zu recherchieren und zu dokumentieren, damit diese international mit den übrigen Anrainerstaaten durch COWI analysiert werden können. Hierzu gehören Interviews der stakeholder in den zuständigen Umweltbehörden in Deutschland sowie Diskussionen mit den Kolleg*innen der anderen Staaten bei zwei Workshops in Kopenhagen. Die Küstengewässer stellen das Endglied der Verschmutzung der deutschen Gewässer dar und befinden sich derzeit alle nicht im guten Zustand nach WRRL aufgrund ihrer ökologischen Sensibilität gegenüber der Nährstoffbelastung.

06. April 2017

Workshop: Informationen zu Tierarzneimitteln und Umwelt

Rückstände von Tierarzneimitteln (TAM) können in zunehmendem Maße in Boden und Wasser nachgewiesen werden und rücken in den Fokus wissenschaftlicher und öffentlicher Auseinandersetzungen. Ziel des Projektes „Kommunikationsstrategien zur Reduzierung von Tierarzneimitteleinträgen in die Umwelt“ ist die Erstellung von Informations- und Lehrmaterialien für TierärztInnen und LandwirtInnen, um sie für die Vermeidung des Eintrags von TAM in die Umwelt zu sensibilisieren. Mehr dazu auf der Seite des Ecologic Instituts: http://ecologic.eu/de/13906. Das Projekt wird im Auftrag des Umweltbundesamtes von den folgenden Partnern durchgeführt: Ecologic Institut, International Food Net Center der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, European Qualification Alliance, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und HYDOR. Beim Workshop in Berlin bittet das Projektteam um Feedback der Teilnehmer zu Konzept­entwürfen für Lehrmaterialien und für eine online Informationsplattform. Stephan Hannappel moderiert den Einführungsblock am ersten Tag zum Hintergrund des Projektes.

31. März 2017

Neue Grundwasserverordnung (GrundwV) tritt in Kraft

Der Bundesrat hat endlich die lange diskutierte GrundwV angenommen!

Bei den Änderungen der Grundwasserverordnung geht es im Wesentlichen um die Aufnahme von Nitrit und gelöstem ortho-Phosphat in die Liste der Schadstoffe und Indikatoren sowie die Festlegung von Schwellenwerten für diese Stoffe. Außerdem ist die Festlegung hydrogeologischer Hintergrundwerte und ihre Berücksichtigung bei der Festlegung von Schwellenwerten sowie erweiterte Anforderungen an den Inhalt der Bewirtschaftungspläne im Zusammenhang mit der Ausweisung des chemischen Zustands von Grundwasserkörpern geregelt. HYDOR ist aktuell in Sachsen-Anhalt für den Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) im Rahmen der Erarbeitung der Hintergrundwerte im Grundwasser für Sachsen-Anhalt tätig.

Die Umsetzung dieser Vorgaben in der Grundwasserverordnung ergänzt die bisherige Systematik der Beurteilung, Einstufung und Überwachung des Grundwasserzustands sowie der Ermittlung signifikanter und anhaltender steigender Trends von Schadstoffkonzentrationen in Grundwasserkörpern. Mit diesen Änderungen lässt sich leichter herausfinden, wo Handlungsbedarf bezüglich der Verhinderung oder der Begrenzung des Eintrags von Schadstoffen in das Grundwasser besteht und wo auf eine Verschlechterung des Grundwasserzustands zu reagieren ist. Aufgrund der Erfahrungen mit der geltenden Grundwasserverordnung sollen darüber hinaus in geringem Umfang Anpassungen vorgenommen werden, die den guten chemischen Zustand betreffen.

27. März 2017

NLWKN-Themenbericht zur Antibiotika-Fundaufklärung im Grundwasser erschienen

Der von HYDOR erstellte Bericht: „Funde von Tierarzneimitteln im Grundwasser 2012 bis 2016 an sechs Standorten in Niedersachsen“ ist als Band 29 in der Reihe „Regionale Themenberichte“ unter der Herausgeberschaft des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Na-turschutz auf dessen Seite erscheinen. Sie können ihn sich unter diesem LINK herunterladen. Er enthält ausführliche Informationen zu den von 2012 bis 2016 im Auftrag des NLWKN und des UBA durchgeführten Untersuchungen in der Weser-Ems-Region.

20. März 2017

Neuer Artikel in Hydrogeology Journal erschienen: Inventory of managed aquifer recharge sites in Europe: historical development, current situation and perspectives (PDF)

Unter Beteiligung von zwei Autoren unseres Unternehmens (S. Hannappel & F. Scheibler) ist in der international renommierten Fachzeitschrift ein zusammenfassender Artikel zur europaweiten Bestandsaufnahme von Standorten mit künstlicher Grundwasseranreicherung für die Trinkwasserversorgung erschienen. Der Artikel entstand aus dem EU-FP 7-Projekt „DEMEAU“ (s. eine Beschreibung Projekte dazu unter „Referenzen“) heraus, an dem die HYDOR Consult zusammen mit einem Forschungskonsortium aus fünf Nationen vertreten war. Der Artikel (PDF) beschreibt den aktuellen Stand des Wissens zu den Prozessen bei der Grundwasseranreicherung und benennt Probleme sowie Perspektiven dazu.

10. März 2017

Gemeinsames Projekt mit Ecologic zu „Kooperationen im Trinkwasserschutz“ durch das NRW-Ministerium beauftragt

In Bietergemeinschaft mit Ecologic Institut gGmbH ist HYDOR vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zur Erstellung einer Studie: „Überprüfung der Auswirkungen des kooperativen Gewässer-schutzes auf die Gewässer-beschaffenheit am Beispiel ausgewählter Wasserversorgungsunternehmen“ beauftragt worden.

Vor dem Hintergrund der Wasserrahmenrichtlinie leisten die Trinkwasserkooperationen einen wichtigen Beitrag für das Erreichen der durch die WRRL für Wasserkörper, aus denen Trinkwasser gewonnen wird, vorgegebenen Zielsetzungen. Die Umsetzung der Maßnahmen in Wasserschutzgebieten (WSG) ist fester Bestandteil sowohl des zurückliegenden als auch des aktuellen Bewirtschaftungsplans. Auch wenn die Umsetzung der WRRL nicht unmittelbare Aufgabe der Kooperationen ist, gibt es gemeinsame Zielsetzungen sowie aufgrund der langjährig durchgeführten Maßnahmen in den Kooperationen auch viele Erfahrungen, auf die im Umsetzungsprozess der WRRL zurückgegriffen werden kann. Vor diesem Hintergrund sollen Informationen zu Maßnahmen und Maßnahmenwirkungen aus den Gewässerschutzkooperationen in NRW auch für den weiteren Umsetzungsprozess der EG-WRRL verfügbar gemacht werden.

Das Projekt wird bis 2019 zusammen mit 20 ausgewählten Wasserversorgungsunternehmen in NRW versuchen, die Effizienz der bisherigen Maßnahmen zu bewerten und daraus Schlussfolgerungen für zukünftig sinnvolle Maßnahmen abzuleiten.

27. Februar 2017

Neue Fachbroschüre des Umweltbundesamtes: Konzepte zur Minderung von Arzneimitteleinträgen aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung in die Umwelt

Tierarzneimittel (TAM) und ihre Transformationsprodukte sind zunehmend als Umweltkontaminanten im Fokus wissenschaftlicher und öffentlicher Auseinandersetzung. Bei Verabreichung von Arzneimittel an Tier oder Mensch wird nur ein Teil des Wirkstoffs vom Körper resorbiert, der Rest wird ausgeschieden. Hohe Belastungen von Antibiotika werden in Wirtschaftsdüngern festgestellt, v. a. in der Geflügel- und Schweinehaltung. Tierarzneimittel werden über die Düngung mit belasteten Wirtschaftsdüngern oder unmittelbar durch Ausscheidungen der im Freiland gehaltenen Tiere auf landwirtschaftlichen Nutzflächen freigesetzt. In die Umwelt freigesetzte Tierarzneimittel können negative ökotoxikologische Auswirkungen auf Düngerorganismen wie auch auf Boden- und Wasserorganismen haben. Das Projekt im Auftrag des UBA unter Beteiligung von HYDOR hatte als Ziel, bestehende Konzepte und Maßnahmen zur Verminderung des Eintrages von Tierarzneimitteln in die Umwelt zusammenzutragen und ergänzende Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt abzuleiten. Die Fachbroschüre ist auf der Seite des Umweltbundesamtes als PDF-Dokument downloadbar:

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/konzepte-zur-minderung-von-arzneimitteleintraegen

16. Februar 2017

DWA-Seminar in Nürnberg: Stickstoffumsatz im Grundwasser

Das Seminar beinhaltete die Vorstellung der Inhalte des gleichnamigen DWA-Themenbandes T2/2015 bzw. der inhaltsgleichen DVGW-Information Wasser Nr. 85. Hohe Nitratkonzentrationen stellen die Hauptbelastung für das Grundwasser in Deutschland dar und hängen überwiegend mit hohen Stickstoffüberschüssen aus der Landwirtschaft zusammen. Nitratreduktionsprozesse können zu einer Minderung der Konzentrationen beitragen und sind häufig anhand vorhandener Grund- und Rohwasserwasseranalysen zu identifizieren. Allerdings ist das Nitratabbaupotenzial in Form von Kohlenstoff- und Schwefelgehalten in den Grundwasserleitern endlich. Wie die „Lebensdauer“ des Nitratabbaus möglichst realistisch abgeschätzt werden kann und welchen Grenzen Aussagen zum Nitratbabbau unterliegen, wird in verständlicher Form im Themenband. Im Seminar werden die Inhalte des Themenbandes vorgestellt und um Erfahrungsberichte eines Wasserversorgungs­unternehmens ergänzt und einer Landesbehörde, die Untersuchungen zum Nitratabbaupotenzial durchgeführt haben.

Stephan Hannappel referierte über „Stickstoffeinträge in das Grundwasser“ (PDF) und stellte dabei aktuelle Beispiele der Berechnung der Einträge in verschiedenen hydrogeologischen Regionen Deutschlands dar.

15. Februar 2017

Niedersächsisches Grundwasserkolloquium: „Grundwasserschutz im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Ökonomie“ in Braunschweig

Das Niedersächsische Grundwasserkolloquium wird bereits seit 1989 vor internationalem Publikum durchgeführt. Seitdem werden regelmäßig Fachleute aus Forschung, Industrie, Consulting, Verbänden und Behörden aus verschiedenen Ländern geladen, um sich auszutauschen, Erfahrungen und Ideen einem größerem Publikum vorzustellen und eine fachübergreifende Diskussion über ein sinnvolles Vorgehen im Grundwasserschutz und bei der Grundwasserbewirtschaftung zu führen. Der Themenschwerpunkt liegt diesmal bei den Chancen und Risiken einer nachhaltigen Bewirtschaftung der nutzbaren Ressourcen vor dem Hintergrund konkurrierender Nutzungen und ökonomischer Zwänge. Darüber hinaus sollen neue Herausforderungen in Bezug auf Mikro- und Spurenstoffe, den daraus resultierenden Grundwasserbeeinflussungen sowie Anforderungen an die Grundwasserbeobachtung diskutiert werden. Das Programm beinhaltete auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltigkeit und Ökonomie - Innovative Substanzen und ihre Spuren im Grundwasser“ und einer begleitenden Fachausstellung.

Stephan Hannappel referierte über „Tierarzneimittel-Wirkstoffe im Grundwasser Norddeutschlands – Vorkommen, Eintragspfade und Fundaufklärung“ (PDF) und stellte dabei die Ergebnisse der Untersuchungen im Auftrag des Umweltbundesamtes und des niedersächsischen NLWKN aus den vergangenen fünf Jahren vor.

12. Januar 2017

Abschlussveranstaltung zum Projekt: Ergänzende Untersuchungen zum UBA-Projekt: „Ursachen der Funde von Tierarzneimitteln im Grundwasser“ in Cloppenburg

Gegenstand der Veranstaltung war primär die ausführliche Information über die Ergebnisse des im Dezember 2016 abgeschlossenen Projektes im Auftrag des NLWKN. Claudia Köpp und Stephan Hannappel diskutierten mit den etwa 40 erschienenen Vertretern aller betroffenen Institutionen über offene Fragen und Handlungsempfehlungen. Daneben informierte der NLWKN über weitere aktuelle Projekte mit Bezug zum Thema und die Vertreter verschiedener Institutionen gaben kurze Stellungnahmen ab.

In Kürze wird der Bericht: „Funde von Tierarzneimitteln im Grundwasser 2012 bis 2016 an sechs Standorten in Niedersachsen als Band 29 in der Reihe „Regionale Themenberichte“ unter der Herausgeberschaft des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf dessen Seite erscheinen. Zudem finden sich dort bereits fünf „Newsletter“, die über die Highlights des Projektes berichten: (http://www.nlwkn.niedersachsen.de/startseite/wasserwirtschaft/sonderthemen_projekte/tierarzneimittel_im_grundwasser/ergaenzende-untersuchungen-zum-uba-projekt-137727.html

01. Juni 2016

21. Grundwasser-Workshop in Cloppenburg des NLWKN Niedersachsen

Der 21. Grundwasser-Workshop am 01.06.2016 konnte einen neuen Besucherrekord von 225 Teilnehmern verbuchen. Mit großem Interesse wurde von einem breit gefächerten Teilnehmerkreis die Rede von Umweltminister Wenzel zur Situation der Mikroschadstoff- und Nährstoffbelastung des Grundwassers verfolgt. Stephan Hannappel stellte die bisherigen Ergebnisse der Untersuchungen zur Fundaufklärung von Tierarzneimitteln im Grundwasser vor (PDF). Auch allen anderen Vorträge stehen hier zum download zur Verfügung

30. September 2016

Grundwassermonitoring und -probennahme 2016: Tagung des AK „Grundwasserbeobachtung“ in Halle/Saale

Die zweijährliche Weiterbildungsveranstaltung des Arbeitskreises Grundwasserbeobachtung fand mit einer Beteiligung von 180 Besuchern vom 29.09 – 01.10. 2016 in der Nationalen Akademie der Wissenschaften - Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina e.V in Halle (Saale) statt. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Wasserwirtschafts- und Geologiebehörden aus den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig-Halle an. Stephan Hannappel stellte die Ergebnisse des DWA-Arbeitskreises „Stickstoffumsatz im Grundwasser“ vor und sprach zum Thema: „Verbleibende Zeit des Nitrat-Abbaus im oberflächennahen Grundwasser Deutschlands“ (PDF). Alle Vorträge der Veranstaltung sowie der Tagungsband stehen unter http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/10828.htm zum download zur Verfügung.